Leitgedanken Oktober 2017

„Haltet an am Gebet und wachet in demselben mit Danksagung;… (Kolosserbrief 4,2)

Liebe Gemeinde, lieber Leser,

vieles musste der Apostel Paulus mittels seines Briefes in Kolossä regeln. Aber über alle detaillierten Anweisungen hinweg weist er auf einen wertvollen Schatz hin, den diese Gemeinde besitzt: ihr „Gebetsleben“: Haltet daran fest, pflegt es, hütet diesen Schatz, macht weiter mit dem Gebet!

Und noch ein zweites: „…wachet „darin“ mit Danksagung“.

Das zeigt uns drei Wahrheiten über´s Gebet:

Gebet muss im Tageslauf zeitlich eine Rolle spielen. Anderes muss wegfallen, damit Zeit für Gebet frei wird;

das „darin“ deutet an, Gebet soll nicht dünn wie eine Platte und oberflächlich sein; es soll einem geistlichen Raum gleichen, den man betritt;
Bitten plus Danken! Nicht nur stille Dankbarkeit, ja, viel mehr, die vernehmbare „Danksagung“  vertreibt das Ungeziefer und schlechte Luft. Mach das Fenster auf! Wer „danksagt“, bleibt wach und aufmerksam.

Das Aussprechen von Dank sorgt zudem für die seelische und geistliche Ausgeglichenheit beim Beter. Bitten allein wird sonst zur Bettelei und führt bei ernsthaften, sensiblen Menschen zu Schwermut.

„Danken schützt vor Wanken und Loben zieht nach oben!“

Der Herr gebraucht diese Art Gebet für den Bau seines Reiches: Epaphras‘ Gebet bestand nicht aus ein paar dahin geworfenen Sätzen; sein ganzes Wesen war ergriffen, wenn er den Raum des Betens betreten hat: „Es grüßt euch Epaphras,…, der allezeit ringt für euch in den Gebeten, damit ihr vollkommen und völlig überzeugt im Willen Gottes da steht.“ Mach’s wie Epaphras, schaffe dir deinen Gebetsraum.

In Jesus verbunden –

 

 

Klaus und Ruth Schonhardt

 

 


Es war ein reicher Mann, der kleidete sich in Samt und Seide und lebte alle Tage herrlich. Es war aber auch ein Mann mit Namen Lazarus, der lag vor der Tür des Reichen und war voller Geschwüre. Er hätte gern seinen Hunger gestillt mit dem, was vom Tisch des reichen Mannes auf den Boden geworfen wurde; dazu leckten die Hunde an seinen Geschwüren.

Es begab sich aber, dass der Arme starb, und die Engel trugen ihn in den Himmel. Der Reiche starb auch und wurde begraben. Als er nun bei den Toten und in der Qual war, hob er seine Augen auf und sah von ferne des Himmels Herrlichkeit und Lazarus in Abrahams Schoß. Da rief er: Vater Abraham, erbarme dich mein und sende Lazarus, dass er seine Fingerspitze ins Wasser tauche und meine Zunge kühle; denn ich leide Pein in dieser Flamme! Abraham sprach: Gedenke daran, dass du Gutes empfangen hast in deinem Leben, Lazarus dagegen hat Böses empfangen; nun wird er getröstet, und du wirst gepeinigt. (Lukas 16,19-31)


 

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