Leitgedanken Juli 2018

“…sie sind kräftig geworden aus der Schwachheit, sind stark geworden im Kampf…“ (aus Heb.11,34) Ein Junge beobachtete einen Schmetterling und sah, wie sehr sich dieser abmühte, durch das enge Loch aus dem Kokon zu schlüpfen. Stundenlang kämpfte der Schmetterling, um sich daraus zu befreien. Da bekam der Junge Mitleid mit dem armen Tierchen, ging in die Küche, holte ein kleines Messer und weitete vorsichtig das Loch im Kokon, damit sich der Schmetterling leichter befreien konnte. Der Schmetterling entschlüpfte dann sehr schnell und sehr leicht. Doch was kam da aus dem Kokon gekrochen?

Das zerbrechliche Insekt war verkrüppelt. Die Flügel blieben ganz kurz und schlaff, er konnte nur flattern aber nicht richtig fliegen. Bestürzt fragte er seinen Vater um Rat: “Warum sind die Flügel so kurz und warum kann dieser Schmetterling nicht richtig fliegen?”

Sein Vater fragte ihn, was er denn gemacht hätte. Da erzählte der Junge, wie er dem Tierchen mit einem Messer geholfen habe, leichter aus dem Kokon zu schlüpfen.

„ Oje, das war das Schlimmste was du tun konntest. Denn durch die enge Öffnung ist der Schmetterling gezwungen, sich hindurchzuarbeiten. Erst dadurch werden seine Flügel richtig herausgepresst und gänzlich durchblutet. Wenn er dann ganz ausgeschlüpft ist, kann er auch bald fliegen.

Weil du ihm geholfen hast um ihm die Mühe zu ersparen, hast du ihn für sein kurzes Schmetterlingsleben nun leider zum Krüppel gemacht, der nie eine Blüte wird anfliegen können!”

Wir brauchen manchmal den Schmerz, um uns entfalten zu können – um der oder die zu sein, wie Gott uns haben will.

Deshalb ist die Not oft notwendig – die Entwicklungschance die wir nutzen können.

Die Gläubigen aller Zeiten haben darin ihren Glauben be-wiesen. Glaube wird erst durch das Tun und Ausharren stark. Zuvor bleibt er im Kokon eines Glaubensbekennt-nisses starr und wirkungslos. Der Herr lässt deswegen manches zu, scheinbar ohne zu helfen. Das ist hart, aber notwendig. Selbst Jesus „…musste durch Leiden vollkommen gemacht werden.“ (Heb.2,10)

 

 

Gottes Segen –

 

Klaus und Ruth Schonhardt

 

 


Wie Stephanus aber voll Heiligen Geistes war, sah er auf gen Himmel und sah die Herrlichkeit Gottes und Jesus stehen zur Rechten Gottes und rief: „Siehe, ich sehe den Himmel offen und des Menschen Sohn zur Rechten Gottes stehen!“ Sie schrieen aber laut und hielten ihre Ohren zu und stürmten auf ihn ein, stießen ihn zur Stadt hinaus und steinigten ihn. Und die Zeugen legten ihre Kleider ab zu den Füßen eines Jünglings, der hieß Saulus, und steinigten Stephanus, der ausrief: „Herr Jesus, nimm meinen Geist auf! Herr, behalte ihnen diese Sünde nicht!“ Und als er das gerufen hatte, entschlief er. Saulus aber hatte Wohlgefallen an seinem Tode. (Apg.7,55-59)


 

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