Leitgedanken Oktober 2018

„Sie schnüren schwere Lasten zusammen und legen sie den Menschen auf die Schultern.“ (Matthäus 23, 4)

Liebe Gemeinde, liebe Freunde.
Das Streben nach Hingabe an Gott ist immer dann anstrengend, wenn man dabei ein verzerrtes Ziel im Blick hat. Zwei Beispiele: Es heißt doch „die Frauen sollen in den Versammlungen schweigen“, …(1.Kor.14,34) und: „Wandelt im Geist…“ (Gal.5,16)

Kürzlich waren meine Frau und ich zum Wandern im Pfälzer Wald. Dort begegnete uns eine Schweigegruppe. Das erinnerte mich an die kleine Episode, die mir ein Freund erzählte:

Er war vor Jahren in einem Freizeitheim, in dem eine Gruppe einen Tag lang „Schweigen“ übte. Eine der Frauen achtete nicht auf ihren Weg und rannte meinen Freund über den Haufen. Aber da sie den ganzen Tag schweigen sollte, sagte sie kein Wort, nicht einmal „Entschuldigung!“.

Das praktische Ziel einer Schweigeübung besteht ja nicht darin, zu zeigen, wie lange man den Mund halten kann.

Das Ziel ist doch, Jesus mehr Raum in unserem Leben zu schaffen, damit wir lernen, zu leben wie er. Dazu gehört auch, höflich zu Menschen zu sein, die wir über den Haufen rennen.

 

Das zweite Beispiel: „Wandelt im Geist …!“ (Gal.5, 16)
Unsere Lebensumstände sind kein Hindernis für geistliches Wachstum! Eine Mutter erklärte einmal, dass es für sie viel leichter war, „an ihrem geistlichen Leben zu arbeiten“, als sie noch keine Kinder hatte. Im Verlauf des Gesprächs wurde deutlicher, was sie meinte. Für sie zählten nur Bibellesen und Beten als „geistliche Aktivitäten“.
An diesem Punkt scheint ihre Gemeinde versagt zu haben. Sie hatte ihr nie beigebracht, dass die Versorgung von zwei kleinen Kindern und ständiges Gebet um Hilfe und Geduld bei Problemen eine sehr geistliche Tätigkeit ist, die sehr viele andere fromme Äußerungen in den Schatten stellt.

Machen wir es uns nicht manchmal schwer vor dem Herrn?

Freundliche Segensgrüße –

 

 

 

Klaus undRuth Schonhardt

 

 

 


Saulus aber schnaubte noch mit Drohen und Morden gegen die Jünger des Herrn und ging zum Hohepriester und bat ihn um Briefe an Damaskus an die Synagogen, auf dass, so er etliche dieses Weges fände, Männer und Frauen, er sie gebunden führte nach Jerusalem. Und da er auf dem Wege war,und nahe an Damaskus kam, umleuchtete ihn plötzlich ein Licht vom Himmel; und er fiel auf die Erde und hörte eine Stimme, die sprach zu ihm: Saul, Saul, warum verfolgst du mich? Er aber sprach: Herr, wer bist du? Der Herr sprach: Ich bin Jesus, den du verfolgst. Es wird dir schwer werden, wider den Stachel zu lecken. Und er sprach mit Zittern und Zagen: Herr, was willst du, das ich tun soll? Der Herr sprach zu ihm: Stehe auf und gehe in die Stadt; da wird man dir sagen, was du tun sollst. (Apg. 9,1-6)


 

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