Leitgedanken Dezember 2018

Der goldene Brief des Königs von Birma an Georg II. ist heute ein einmaliger historischer Schatz. Er wird in einer Bibliothek in Hannover aufbewahrt. Dieser Brief war dem Absender sehr wichtig. Als Papier wählte er Gold mit äußerster Reinheit, zur Verzierung waren 24 Rubine am Rand an gebracht und als Umschlag diente ihm ein kostbares Gefäß aus Elfenbein.

Georg II jedoch schenkte dem Schreiben keine große Aufmerksamkeit. Vermutlich hat er den Brief nicht mal gelesen. Ungeschickt wurde Brief wieder in das Gefäß zurückgestopft. Die Knicke im Goldblech resultieren aus jenem Akt der Missachtung; glätten lässt sich das Material heute nicht mehr.

Was stand in dem Brief? Der birmanische König bot im Jahre 1758 den Engländern einen vorteilhaften Handelsstützpunkt in seinem Reich an.

Eine würdigende Antwort und respektvollen Dank hatte er nie erhalten.

Gott hat auch einen Brief geschrieben. Der Brief vom Himmel ist der Mensch Jesus Christus. Gottes Brief an sein liebes Volk stieß auf Ignoranz und derbe Misshandlung: „Er kam in das Seine, und die Seinen nahmen ihn nicht an;“ 

Doch gibt es auch heute Menschen, die dankbar und mit Tränen in den Augen und Freude im Herzen den Brief Gottes lesen. Von ihnen heißt es dann weiter: „ … so viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben; die nicht aus Geblüt, auch nicht aus dem Willen des Fleisches, auch nicht aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind.“ (Joh.1,11-13)

Das ist mehr als ein Handel mit Gott. Gott wurde Mensch! Das ist die Botschaft von Weihnachten. „Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.“ (Joh.1,14)

 

Eine besinnliche Adventszeit und gesegnete Weihnachten – herzlichst –

 Klaus und Ruth Schonhardt


Die Geburt des Herrn

Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde.

2 Und diese Schätzung war die allererste und geschah zur Zeit, da Quirinius Statthalter in Syrien war.

3 Und jedermann ging, dass er sich schätzen ließe, ein jeglicher in seine Stadt.

4 Da machte sich auf auch Josef aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das judäische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem, darum dass er von dem Hause und Geschlechte Davids war,

5 auf dass er sich schätzen ließe mit Maria, seinem vertrauten Weibe; die war schwanger.

6 Und als sie daselbst waren, kam die Zeit, dass sie gebären sollte.

7 Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge.

 

(Lukasevangelium 2,1-7)  


 

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