Leitgedanken Februar 2019

Zweifeln. Entsetzen. Der Trojanische Krieg dauerte 10 Jahre lang. Etwa 1200 v.Chr. belagerten die Griechen die Stadt Troas. Sie täuschten schließlich einen Abzug vor. Der Stadt Troas hinterließen sie ein großes hölzernes Pferd. Als Versöhnungsgeschenk, wie die Trojaner meinten. Die Königstochter Kassandra jedoch warnte davor, die Tore zu öffnen und das Pferd gar in die Stadt hinein zu ziehen.

Doch verhallten ihre Kassandrarufe ungehört. Die Trojaner zogen das Ungetüm durch das Tor in die Stadt hinein. In der folgenden Nacht entstiegen dem Trojanischen Pferd still und leise Elitesoldaten und eroberten die Stadt von innen. Was für eine unerwartete Niederlage!

Zweifeln. Staunen. Etwa 60 n.Chr. erlebten die Trojaner wiederum die Macht eines Trojanischen Pferdes. Aber nicht zum Tode, sondern zum Leben! Gott hatte den Apostel Paulus auf seiner dritten Missionsreise in diese Stadt hin-eingeführt. Ganz unscheinbar feierten zahlreiche Menschen in einem dreistöckigen Haus ein gemeinsames Liebesmahl. „Sie brachen das Brot“ heißt es in der Apostelgeschichte. 

Paulus zog die Predigt stundenlang hin. Viele Öllampen brannten und die Luft war schlecht. Plötzlich ein Schrei! Ein junger Mann war vom Fenstersims die drei Stockwerke hinabgestürzt und tot. Wie konnte der Herr dies zulassen? Trauer und Zweifel mischten sich mit Entsetzen. 

Doch brachte der Heilige Geist sein Trojanisches Pferd voller Auferstehungsleben in den vom Tode verriegelten Raum: „Paulus aber ging hinab und legte sich auf ihn, umarmte ihn und sprach: Machet kein Getümmel; denn seine Seele ist in ihm.“ (Apg.20,11) Weiter sagt das Wort: „Sie brachten aber den Knaben lebendig und wurden nicht wenig getröstet.“Was für ein unerwarteter Sieg!

Lieber Leser, liebe Gemeinde, wenn bei dir etwas „stirbt“, „hinunterfällt“, sich dir entzieht oder dich schlägt, dann schau genau hin: vielleicht ist darin Gottes weißes Pferd versteckt und führt dich zum unerwarteten Sieg und vom Zweifeln zum Staunen! „… und siehe, ein weißes Pferd. Und der darauf saß, hieß Treu und Wahrhaftig, …“  (Offb.19,11)

Gottes Segen euch allen!
Klaus und Ruth Schonhardt



Säet Gerechtigkeit und erntet Liebe; pflüget ein Neues, weil es Zeit ist, den Herrn zu suchen, bis dass er komme und lasse regnen über euch Gerechtigkeit. 

(Hosea 10,12)


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