Leitgedanken Mai 2020

„… Denn diese Nacht stand bei mir ein Engel des Gottes, dem ich diene, und sprach: Fürchte dich nicht, Paulus! Du musst vor den Kaiser gestellt werden; und siehe, Gott hat dir alle geschenkt, die mit dir fahren. …“  (Apg.27,23-24)

Liebe Gemeinde, lieber Leser, jetzt haben wir wegen des Coronavirus bereits fünf Wochen den „Shut-Down“. Wir können unsere Familien nicht mehr besuchen. Viele haben seit fünf Wochen Angst um ihren  Arbeitsplatz. Wir haben seit sechs Wochen keinen Gottesdienst mehr. Wir haben seit fünf Wochen keinen Regen mehr. Wegen letzterem bin ich gestern in ein Waldstück auf die Höhe, reckte meine Arme gen Himmel und bat Gott um einen einwöchigen Landregen. Aber bitte ziemlich kurzfristig. Es ist alles staubtrocken und die Saat ist doch ausgebracht! Ich glaube, das war gut.

  Viele beten zur Zeit um ihren Arbeitsplatz. Gut. Viele beten zur Zeit um ein Ende des Coronavirus. Gut. Viele beten zur Zeit um die Heilung daran erkrankter Menschen. Gut.  

  Es ist gut, wenn wir zu Gott flehen, denn „Das Gebet des Gerechten vermag viel, wenn es ernsthaft ist.“ (Jak.5,16b)

Mit 275 Seeleuten und Soldaten kam der Apostel Paulus in eine lebensgefährliche Lage. Der Sturmwind Euroklydon hatte ihr Schiff gepackt und es musste alle kostbare Fracht und Gerätschaft über Bord geworfen werden. Viele Tage schien weder die Sonne noch leuchteten die Sterne. Viele Tage lang litten sie unter dem Sturmtief. Viele Tage aßen sie nichts. Warum stand Paulus nicht auf’s Deck, reckt die Arme zum Himmel und gebietet im Namen Jesu dem Euroklydon? Es lief anders. Nach vielen Nächten erst drunten im stinkenden Schiffsrumpf kam der Engel. Zwei höchst gefährliche Situationen mussten dennoch überstanden werden: der Schiffbruch an sich und dass die Soldaten die Ge-fangenen nach dem Aufprall auf das Ufer noch rasch töten wollten. Das war gar nicht gut. 

Aber Gott ist gut. Unten im Schiffsrumpf in stürmischer See.

 „Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir.“ Psalm 139,5)

Auf bald wieder miteinander im Gottesdienst.

Herzlichen Gruß –

Klaus und Ruth Schonhardt

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